Zuerst die Zielgruppe
Legen Sie Branche, Größe und Region fest und vor allem das sichtbare Zeichen für das Problem, das Ihr Produkt löst. Also nicht „Zahnärzte“, sondern „Zahnarztpraxen in Zürich mit mehreren Behandlungszimmern, die keine Online-Terminbuchung haben“.
Die Wege im Vergleich
| Weg | Geeignet für | Kosten | Tempo | Hinweis DE/AT/CH |
|---|---|---|---|---|
| Google Maps und Website-Recherche | Lokale Betriebe, KMU | Gering | Schnell | Recherche ja; Ansprache über einen zulässigen Kanal |
| Messen und Branchentreffen | Eine bestimmte Branche | Hoch | Saisonal | Einwilligung für spätere E-Mails gleich einholen |
| Empfehlungen | Netzwerk bestehender Kunden | Gering | Unterschiedlich | Unproblematisch |
| Partner | Anbieter mit denselben Kunden | Gering bis mittel | Langsamer Start | Unproblematisch |
| LinkedIn (von Hand) | Klar erkennbare Entscheider | Viel Zeit | Langsam | Regeln der Plattform beachten |
| Inhalte und SEO | Unternehmen, die nach ihrem Problem suchen | Mittel | Langsam, wirkt aber lange | Bringt Anfragen und Einwilligungen |
| Telefon | Entscheider in KMU | Mittel | Schnell | DE: mutmaßliches Interesse nötig (§7 Abs. 2 Nr. 1 UWG); AT: Einwilligung nötig |
Allgemeine Einschätzung, keine Rechtsberatung.
Recherchieren ist erlaubt, die Ansprache entscheidet
Eine Liste passender Betriebe aus Google Maps und deren Websites anzulegen und zu jedem eine konkrete Beobachtung festzuhalten, verbessert jedes Gespräch, ob am Telefon, auf der Messe oder in der Antwort auf eine Anfrage. Für Werbe-E-Mails an Unternehmen in Deutschland und Österreich brauchen Sie aber eine vorherige Einwilligung.
Inhalte, die Einwilligungen bringen
Ein Rechner, eine Checkliste oder ein Webinar, das eine echte Frage Ihrer Kunden beantwortet, bringt Anfragen mit Einwilligung. Ein Beispiel: Eine Checkliste „Was eine Autowerkstatt für die Online-Terminbuchung braucht“, die Interessenten per Double-Opt-in anfordern. Das dauert länger als Kaltakquise, wirkt aber am nachhaltigsten.
Häufige Fragen
Was ist der günstigste Weg zu B2B-Kunden?
Kurzfristig Empfehlungen und Partner, langfristig Inhalte, die Anfragen bringen. Eine Recherche über Google Maps macht jeden dieser Kanäle treffsicherer.
Darf ich gekaufte E-Mail-Listen anschreiben?
In Deutschland und Österreich ohne Einwilligung der Empfänger in aller Regel nicht. Gekaufte Listen sind außerdem oft veraltet und führen zu vielen Bounces.